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Wartburg

Fahrt nach Eisenach/Wartburg 2015

Besuch bei Johann, Martin, Lucas und Elisabeth

Die Lutherstadt Eisenach, mit 42000 Einwohnern an der Hörsel in Südwestthüringen am Nordrand des Thüringer Waldes gelegen, war das Ziel von 43 Mitgliedern am letzten Aprilsonntag 2015.
Bei idealem Reisewetter lernten wir im Rahmen einer Stadtführung viel Wissenswertes über die mehr als 1000jährige Geschichte der Stadt, die bis zum 13. Jhdt. Hauptresidenz der Landgrafen von Thüringen war, in der Johann Sebastian Bach geboren wurde, die im 18. Jhdt. als Fürstliche Residenzstadt des Herzogs Wilhelm Heinrich von Sachsen Eisenach und als kulturelles Zentrum nicht nur die Madame de Stael beeindruckte und in der 1896 die Fahrzeugfabrik Eisenach, Mutterwerk von BMW, gegründet wurde, die zu DDR-Zeiten den heiß begehrten Wartburg baute.
Die zweite Hälfte der Stadtführung verbachten wir im Bachhaus am Frauenplan, das als Geburtshaus des Komponisten Johann Sebastian Bachs, dessen Vater, Johann Ambrosius Bach, als Leiter der Ratstrompeterei in Eisenach tätig war, gilt. Nach einer 30-minütigen Demonstration von Bachwerken auf historischen Instrumenten, lernten wir durch die sehr sachkundigen  Führerinnen den Rest des Hauses und des angrenzenden neuen Museums kennen.
Gegen 12.30 Uhr fuhren wir mit unserem Bus der Firma Spörlein auf die Wartburg, wobei die letzten steilen 100 Meter zum Restaurant zu Fuß zurückgelegt werden mussten. Weniger sportliche Mitglieder nutzten den Shuttlebus zum Restaurant. Bei herrlichem Ausblick über das angrenzende Land, aßen wir zu Mittag und mussten feststellen, dass die angekündigten Thüringer Klöße leider allzu sehr den auch in Franken bekannten Kloßteigklößen ähnelten und nichts Thüringerisches in sich und an sich hatten.
Anschließend wartete die Burg, Welterbe der UNESCO und geographischer Mittelpunkt Deutschlands mit ihrer 1000-jährigen Geschichte, auf uns. Der junge und stilvoll gekleidete Führer, der uns durch die Räume der geleitete, beeindruckte mit seinem überreichen historischem und kunsthistorischem Wissen, seinen wohl gewählten Worten und seinen oft respektlosen Äußerungen über die Lebensgeschichte der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die bis zum  Tod ihres Ehemannes, des Landgrafen Ludwig IV., auf der Wartburg lebte, in Eisenach als Wohltäterin auftrat, als Witwe dann ins Kloster ging und nach ihrem frühen Tod schon 1235 von Papst Gregor IX heiliggesprochen wurde,  nicht nur die Herren in der Reisegruppe………
Der Rest des Nachmittags stand zur freien Verfügung, wobei fast alle die Cranach-Ausstellung, die Meisterwerke der Porträtkunst Lucas Cranach d. Ä., darunter viele Lutherporträts zeigt, besuchten. Anlass der Ausstellung ist jedoch der 500. Geburtstag des Sohnes, Lucas Cranach des Jüngeren. Lucas Cranach d. Ä. wurde durch die Freundschaft mit Luther zum Maler der Reformation und durch seine Porträts der Eheleute Luther prägt er unser Lutherbild bis heute. Der Rundweg durch die Ausstellung und das Museum endet in dem Teil der Burg, in dem Martin Luther von 1521 bis 1522, auf der Wartburg als ‚Junker Jörg‘ versteckt, das Neue Testament aus dem griechischen Urtext ins Deutsche übersetzte.
Bei dem lange erhofften und langsam einsetzendem Regen fuhren wir zurück nach Bamberg, wo wir gegen 20 Uhr ankamen.

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