GESELLSCHAFT HARMONIE

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Fahrt nach Würzburg

Wie jedes Jahr im Herbst fuhr auch 2015 die Gesellschaft Harmonie zu einer kulturellen Weinfahrt ins fränkische Weinland. Dieses Jahr war Würzburg unser Ziel.
Wir trafen um 14.00 Uhr vor der Jugendherberge Würzburgs ein, wo wir von unserem Führer Herrn Rudolf Barth, einem profunden Kenner und Liebhaber der Stadt und der Geschichte Würzburgs, freundlichst begrüßt wurden.
Nachdem wir uns mit dem Kopfhörer-Lautsprechersystem Quietvox  vertraut gemacht hatten, führte uns Herr Barth zurück in die Geschichte der frühen Missionierung des heutigen Frankenlandes, die mit der Bekehrung des Frankenherrschers Chlodwig Ende des 5. Jahrhunderts begann. In der unmittelbar neben der Jugendherberge stehenden Burkarderkirche, einem in seinen Ursprüngen romanischen Bau, erläuterte dann Herr Barth detailreich die vielfältigen politischen und kirchengeschichtlichen Zusammenhänge, die vom 5. bis zum 8. Jahrhundert zur endgültigen Missionierung der Gebiete um Rhein und Main führten. Auf die Rolle der iroschottischen Mönche, die sich im 6. und 7. Jahrhundert, allen voran der Heilige Kilian und seine Gefährten im Raum Würzburgs und des heutigen Unterfrankens,  große Verdienste bei der Missionierung der fränkischen Gebiete erworben, wies Herr Barth natürlich besonders hin.
Die Führung ging weiter mit einem Spaziergang über die alte Mainbrücke hin zu Neumünster, in dessen Gruft sich die, in einem vergoldeten Schrein ruhenden, sterblichen Überreste der drei sogenannten Frankenapostel, Kilian, Kolonan und Totnan,  befinden. Die Erläuterung der auf dem Schrein dargestellten Szenen aus dem Leben dieser Apostel beendete die überaus kenntnisreiche und interessante Führung.
Bis zum Beginn der Weinprobe in der Staatlichen Hofkellerei Würzburg unter dem linken Seitenflügel der Residenz, blieb Zeit für Kaffee und Kuchen und eine Verschnaufpause.
Um 18.00 Uhr trafen wir uns wieder vor dem Frankoniabrunnen auf dem Residenzplatz, wo uns ein Angestellter der Hofkellerei begrüßte und mit hinunter in die teilweise mit Kerzen illuminierten Gänge der Kellerei nahm. Nach einem Begrüßungsglas mit einem rosefarbenen fränkischen, trockenen Secco und auf dem anschließenden Rundgang durch die Kellergewölbe erfuhren wir viel über die Geschichte der Hofkellerei, die schon im 13. Jahrhundert begann und seitdem eine Erfolgsgeschichte ist. Wir lernten etwas über Beamtenfässer, den notwendigen Pilz in jedem großen Weinkeller, die Probleme der Fürstbischöfe, die ihre Schuldner mit Wein entlohnten solange sie flüssig waren, die verschiedenen Temperaturen eines Weinkellers, das Schicksal des Weines und der Fässer in Kriegszeiten und vieles mehr.
Endlich war es soweit und wir durften uns setzen und die Probe von 6 verschiedenen Weinen der Hofkellerei begann. Erläuterungen, kurz aber prägnant, gab es jeweils dazu ebenso eine üppige fränkische Brotzeit, die den reichlichen Alkohol gut vertragen ließ. Am Ende konnte sich jeder Gast noch ein Glas seines Lieblingsweines aus den 6 Proben einschenken lassen.
Gegen 21.30 Uhr stiegen wir wieder hinauf auf den nächtlichen Residenzplatz und alle 41 Mitglieder fuhren beseelt, müde, voll des Weines und vielfältigster Informationen mit dem Bus der Firma Spörlein aus Burgebrach zurück nach Bamberg.

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