GESELLSCHAFT HARMONIE

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Theaterfahrt zur Luisenburg

Bluthochzeit

Schauspiel mit Tanz über Liebe, Leidenschaft, Traditionen, Hass und Tod von Federico Garcia Lorca

 

 

Fahrt zur Luisenburg am 29. Juli 2016

60 Teilnehmer, die sich schon lange angemeldet hatten und von denen auch zum Leidwesen der Wartenden auf der Warteliste niemand krank wurde, fuhren um 15.00 Uhr in Bamberg los.

Unser erstes Ziel war, zum wiederholten Mal, das Wirtshaus Gläßl im Gut in Göpfersgrün bei Wunsiedel, das versteckt am Ortsausgang liegt. Die Abendessen, die bereits vorher bestellt worden waren, warteten schon auf uns, so dass alle nach etwas mehr als einer Stunde wohl gesättigt waren und noch Zeit hatten, in der angenehm kühlen Abendluft einen Verdauungsspaziergang zu unternehmen bzw. noch einen Verdauungsschoppen zu trinken.

Gegen 19.00 Uhr fuhr uns unser Busfahrer, Herr Klaus Winkler, von der Firma Spörlein in Burgebrach, zu den Parkplätzen an der Luisenburg, von wo aus wir gemütlich hoch zur Bühne laufen konnten.

Um 20.30 Uhr dann begann die Vorstellung des wohl bekanntesten Dramas des südspanischen Autors Federico García Lorca „Bluthochzeit“. In diesem Stück setzt sich der Autor aus Granada, der zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges 1936 als unbequemer und renitenter Freigeist, der Zeit seines nicht allzu langen Lebens mit den übertriebenen Moralvorstellungen seines Landes und seiner Generation zu kämpfen hatte, ermordet wurde, mit eben dieser erstarrten Moral auseinander und zeigt wie mörderisch und menschenverachtend diese Vorstellungen sein konnten.

Der Regisseurin, Frau Eva-Maria Lerchenberg-Thöny, gelang es in beeindruckender Weise mit karger Bühnenausstattung, schwarz-weißen Kostümen und rhythmischer Musik mit Anklängen an südspanischem Flamenco, einer Musik, die stets eine traurige Liebesgeschichte zum Inhalt hat, die hitzige und erstarrte Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts in den südlichen Provinzen Spaniens, vor Beginn des Bürgerkrieges, ins Fichtelgebirge zu holen.

Verletzte Ehre, Familienfehden und Blutrache sind die Zutaten aus denen Lorca seine Bluthochzeit bereitete: Die Hitze Andalusiens, eine junge Frau soll heiraten, liebt aber ihren früheren Verlobten. Sie flieht mit ihm am Tag ihrer Hochzeit. Wenig später werden dieser als auch der Bräutigam ermordet aufgefunden. Lorcas Stück ist ein großer Theatertext über Liebe und Leidenschaft inmitten erstarrter Traditionen und dem Aufbegehren gegen eben diese. Auf der Luisenburg ist es darüber hinaus auch eine Begegnung mit dem Tanz. Die Regisseurin findet zum ersten Mal zwischen den altehrwürdigen Felsen eine gemeinsame Ausdrucksform von fesselndem Sprech- und emotionalem Tanztheater.“ (aus dem Programmheft der Luisenburg Festspiele)

Tief beeindruckt von dieser Aufführung fuhren wir gegen Mitternacht wieder zurück nach Bamberg.

 

 

 

 

 

 

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