GESELLSCHAFT HARMONIE

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Luther 2017 - Eine Wochenendreise nach Wittenberg

Fahrt nach Wittenberg - Wörlitzer Park - Torgau 19. - 20.5.2017

35 Mitglieder der Gesellschaft Harmonie trafen sich am 19. Mai 2017 um 7 Uhr morgens an der Fuchsenwiese, Bamberg, um bei schönem Frühlingswetter eine 2-tägige Reise zum Lutherjubiläum nach Wittenberg und Torgau zu unternehmen.

2017 jährt sich die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, zum 500. Mal.

Nach einer angenehmen Fahrt mit dem Reisebus der Firma Spörlein, die nur durch eine Pause mit Kaffee und Bamberger Hörnchen unterbrochen wurde, kamen wir gegen Mittag in Wittenberg an und aßen zunächst einmal zu Mittag im Gasthaus „Brauhaus zu Wittenberg“ am Marktplatz gegenüber dem prächtigen Rathaus aus der Renaissance.

Gegen 14 Uhr versammelten wir uns alle am Ende der Collegienstraße vor dem ehemaligen Wohnhaus Luthers, um dann in zwei Führungen von überaus engagierten und sachkundigen Führern in die Zeit Martin Luthers zurück versetzt zu werden. Neben dem Lutherhaus sahen wir auch das Haus von Philipp Melanchthon, das Stadtzentrum und schließlich die Schlosskirche und erst die Zeit kurz vor 17 Uhr stoppte den Redefluss unser beider begeisterter Gästeführer.

Wir bezogen unsere Zimmer im Best Western Stadtpalais, genossen die kurze Zeit zur freien Verfügung und freuten uns auf das gemeinsame Abendessen, das in Form eines großen Buffets typische Gerichte der Küche Sachsens und Thüringens bot.

Nach dem frühen Frühstück verließen wir gegen 8 Uhr das Hotel und fuhren zum Wörlitzer Park, der ein bedeutender Teil des heute als UNESCO Welterbe gelisteten „Dessau-Wörlitzer Gartenreiches“ ist. Der nach englischem Vorbild in der 2. Hälfte des 18. Jhdts unter der Regentschaft von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt Dessau geschaffene Park verfolgte von Anfang an didaktische und botanische Ziele. Deshalb war er auch schon immer der Öffentlichkeit zugänglich. Auf der 2stündigen Führung beeindruckten besonders die immer wieder überraschenden Blickachsen und die vielen Rhododendrenbüsche, die genau zu dieser Zeit in voller Blüte standen. Auch diesmal hatten wir zwei sehr engagierte und dem Park lang verbundene Führer, die keine Frage unbeantwortet ließen.

Gerne setzten wir uns dann im Gasthaus „Gondolière“ am Rand des Parks zum Mittagessen, das mit diversen Spargelgerichten saisonale Kost bot.

Gegen 14 Uhr erwartete uns die letzte der begeisternden Führerinnen, die in die Gestalt Katharina von Boras, der Ehefrau Martin Luthers schlüpfte. Sie führte uns durch Torgau, ihrem letzten Wohnort, in den sie nach dem Tod ihres Ehemanns vor der Pest flüchtete und wo sie starb und zur letzten Ruhe gebettet wurde. Wären die Autos nicht gewesen, so hätte man sich auf dem Kopfsteinpflaster inmitten der vielen Renaissancebauten, eingehüllt vom sächsischen Dialekt Katharina von Boras und ihren Ehegeschichten erneut um 500 Jahre zurück versetzt fühlen können. Bevor wir die Heimreise antraten, stärkten wir uns im Gasthaus „Herr Käthe“ – Herr Käthe, so nannte Martin Luther mitunter kritisch und doch liebevoll in Briefen seine selbstbewusste und treue Ehefrau.

Bamberg, den 24.7. 2017 Bernhard Söder


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