GESELLSCHAFT HARMONIE

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Chopinabend

Duo-Abend mit Tomoko Ogasawara (Klavier) & Matthias Ranft (Violoncello)

Konzert am 18.11.23 im Spiegelsaal der Harmonie


Zwei uns bereits bekannte Künstler waren bei der letzten Veranstaltung der Gesellschaft Harmonie zu Gast: Die Pianistin Tomoko Ogasawara, Klavierprofessorin in Freiburg, und ihr Mann Matthias Ranft, früherer Solocellist der Bamberger Symphoniker.


Nach der Begrüßung der Mitglieder und einiger Gäste durch den Vorsitzenden Herrn Bernhard Söder wurden die Stücke durch einige Informationen von Frau Marita Hertel-Köhler eingeführt.


Das Programm bestand hauptsächlich aus Werken von Frederik Chopin.

Lediglich das Eingangsstück, die Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll

BWV 1029 stammte von J.S.Bach und gab den beiden die Gelegenheit zunächst als Duo aufzutreten. Dieses Werk schrieb der Komponist zwar als Sonate für Gambe und Cembalo, wird aber häufig auch mit anderen Instrumenten aufgeführt, diesmal also mit dem Cello, wobei es hier durch die andere Art der Stimmung der Saiten schwieriger zu spielen ist. Zeitweise glaubte man, eines der Brandenburger Konzerte zu hören, mit Solo- und Tuttistellen durch genaue dynamische Differenzierung.

Da Chopin die Werke Bachs sehr hoch schätzte, könnte man dadurch einen Zusammenhang mit dem folgenden Programm herstellen.


Anschließend glänzte die Pianistin mit drei typischen Kompositionen von Frederik Chopin: einem Nocturne, einer Ballade und dem bekannten Grande Valze Op. 42, für viele wohl der Höhepunkt dieses Abschnittes des Konzerts.

Alle diese Stücke sind pianistische Herausforderungen, sei es durch die Erzeugung der jeweiligen Stimmung auf dem Klavier oder durch die schnellen Läufe, Triller und Sprünge.

Das alles zu hören und zu sehen war für die Zuhörerinnen und Zuhörer faszinierend.


Nach der Pause erlebten wir eines der wenigen Kammermusikstücke von Chopin, die viersätzige Sonate für Klavier und Violoncello. Hier konnten die beiden Interpreten ihr ganzes Können zeigen und wurden mit begeistertem Applaus belohnt.


Und die „Belohnung“ der Zuhörer bestand in einer noch nie gehörten Art der Zugabe:

Matthias Ranft hat eine der Klavieretüden von Chopin so umgeschrieben, dass die Bassstimme des Klaviers vom Cello gespielt wurde – ein ganz neues Klangerlebnis.


 

Marita Hertel-Köhler

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