GESELLSCHAFT HARMONIE

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Herbstreise an die Ostsee

Bericht über Harmoniereise „Hanse und Backsteingotik“ von Donnerstag, den 16.9. mit Freitag, den 24.9.21

Pünktlich am DONNERSTAG um 9.00 Uhr früh ging es vom Parkplatz Fuchsenwiese mit dem roten Spoerleinbus und unserem altbewährten Busfahrer, Albert Spoerlein los. Mit 24 „Harmonisten“ brachen wir zunächst gen Magdeburg auf, wo uns Frau Zenz, unsere Reiseführerin bereits erwartete. Sie machte mit uns einen nachmittäglichen Rundgang durch Magdeburgs Zentrum und wir besuchten sowohl den von Otto dem Großen gegründeten romanisch-gotischen Dom, als auch den alten Markt mit dem Magdeburger Reiter, als auch Friedrich Hundertwasser Grüne Zitadelle. Die erste Nacht verbrachten wir im tollen Hotel ‚Maritim‘ in Magdeburg.

Am nächsten Morgen, FREITAG, brachen wir, ebenfalls um 9.00 Uhr, nach Greifswald, der alten Universitätsstadt auf, um dort den Dom, St. Nikolai, die Marienkirche und den eindrucksvollen Marktplatz zu besichtigen. Weiter gings zur Klosterruine „Eldena“, auch bekannt durch einige Gemälde von C.D. Friedrich, um dort nach der Besichtigung mitten auf der Wiese mit Sekt auf das Geburtstagskind, Karin, anzustoßen. Die Weiterfahrt führte über die Rügenbrücke (Deutschlands größte Schrägseilbrücke), nach Samtens auf Rügen, wo wir, als einzige Gäste, für 2 Tage ein gemütliches kleines Landhotel bezogen.

Der SAMSTAG gehörte der Besichtigung Rügens mit seinen bekannten Kreidefelsen und den schönen Boddenlandschaften. In der Inselhauptstadt Bergen besuchten wir die vormals vom heidnischen Slawenfürsten Jaromar (auf den wir auf dieser Reise öfters trafen) gegründete Marienkirche. Der Bootsausflug vom Sassnitzer Hafen aus mußte wegen schlechten Wetters leider ausfallen, dafür machten wir aber einen Strandspaziergang vor dem ehemaligen Nazi Ferienkomplex Prora und eine Mittagspause im Ferienort Binz. Am Nachmittag, nach einem etwas einstündigen Stau auf der Küstenstraße, fuhren wir von Puttgarten aus mit der Arkonabahn vorbei an dem kleinen Fischerdorf Vitt mit seiner von K.F. Schinkel errichteten octogonalen Kapelle zum hochgelegenen Kap Arkona mit seinen 3 Leuchttürmen, um von hoch oben die wunderbare Aussicht auf die Ostsee und die Insel Rügen zu genießen.

Schon war es SONNTAG 9.00 Uhr und wir mußten unser liebgewonnenes Landhotel verlassen, um in die Hansestadt Stralsund aufzubrechen. Vormittags besuchten wir das für alle Altersstufen sehr lehrreiche Ozeaneum und nachmittags, bei sehr frischer Ostseeluft lernten wir die am besten erhaltene historisch gewachsene Stadtanlage – ebenso wie Wismar Weltkulturerbe- kennen und besuchten die mit dem Rathaus verbundene Nikolaikirche, so- wie die Marienkirche, zweitgrößte Backsteinkirche des Ostseeraums, und natürlich den wunderschönen Marktplatz. Unser Nachtquartier bezogen wir dann für die nächsten Tage im Hotel ‚Park Inn‘ in Wismar.

Am MONTAG lernten wir Wismar, die Heimat des sagenumwobenen Seeräubers Störtebecker kennen. Neben den mit seinen Patrizierhäusern äußerst beeindruckenden Marktplatz besichtigten wir ausführlich die Nikolaikirche mit den gotischen Flügelaltären, hatten die Gelegenheit einem extra für uns organisierten, 35minütigem Orgelkonzert zu lauschen, konnten uns auf Grund der Steinreste einen Eindruck von der 1960 durch die SED gesprengten Marienkirche machen, und erkundeten die Georgenkirche, die heute nur noch als Konzertraum genützt wird. Nach der Mittagspause erfuhren wir im ‚Brauhaus am Lohberg‘ viel Wissenswertes über die lange Tradition des Bierbrauens in der Stadt und verkosteten neben der wieder gebrauten „Wismarer Mumme“ , einem untergärigen Vollbier – ein Exportschlager zu Zeiten der Hanse - auch den dazu gehörigen Bierschnaps . Anschließend erlebten wir, bei recht frischem Wetter, eine Rundfahrt durch den Wismarer Hafen.

Dienstag, wie üblich 9.00Uhr gings auf nach Lübeck, der „Königin“ der Hanse. Einen guten Eindruck von der Stadt konnten wir uns auf der Plattform des Aussichtsturms der Petrikirche machen, die wir anschließend genauer inspizierten, um dann von dort den Marktplatz mit dem Rathaus zu bestaunen und, nach der Mittagspause, die renovierte Marienkirche, wo ein kleiner Bronze-Teufel vor dem Eingangstor die Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Marienkirche ist das unerreichte Vorbild für die meisten Backsteinkirchen des Ostseeraums. Das Holstentor wurde bewundert, am, wegen Renovierung geschlossenen, Buddenbrookhaus defilierten wir vorbei, und mit einigen Tüten Lübecker Marzipan versehen fuhren wir wieder zurück nach Wismar.

MITTWOCH früh fuhr uns Albert zunächst nach Rostock, der ältesten Universitätsstadt im Ostseeraum, mit Resten der mittelalterlichen Stadtmauern, dem gotischen Rathaus und der ,liebevoll „Glucke“ genannten, Marienkirche, die wir natürlich ausführlich erkundeten. Ein Zwischenstopp in Warnemünde mußte leider aus Zeitgründen etwas kurz ausfallen, aber wir bewegten uns intensiv und bekamen trotz allem eine große Nase voller Seeluft. Weiter gings nach Bad Doberan zu einer idyllisch in einem Park – die Reste eines Klosters - gelegenen Zisterzienserkirche mit von Frankreich beeinflußter Backsteingotik und all das bei schönem, sonnigen Wetter! Deshalb freuten wir uns sehr inmitten dieses Parks vor der Kirche auf unser nächstes Geburtstagskind, ebenfalls mit Namen Karin, anzustoßen.

DONNERSTAG, unser letzter Reisetag im Norden, führte uns zunächst nach Güstrow, eine kleine alte Residenzstadt mit gerade in Renovierung befindlichem Renaissance-Schloß, wo wir im ursprünglich romanischen Dom vor allem die eindrucksvolle Bronzeplastik „ der Schwebende Engel“ von Barlach bewunderten.

Schwerin bildete den Abschluß unserer Hansestädtereise. Dort ließen wir uns, trotz sich ständig verschlechterndem Wetter, von dem Schloß, dem Château de Chambord in Frankreich nachempfunden, einschließlich seines Parks und des Baumbestandes faszinieren. Es ist heute der Sitz der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern

Zum Abrunden dieser Ostseereise mußten wir natürlich noch eine Schnapsverkostung in der Edeldestillerie Hinricus Noyte, über uns ergehen lassen“, die für viel gute Stimmung sorgte!

Nach dem Abendessen verabschiedete unser Präsident, Bernhard, sehr herzlich Frau Zenz, eine sehr engagierte und sehr kompetente Reiseleiterin.

FREITAG hieß es, wie immer 9.00 Uhr, Abschied nehmen, und „unser“ Albert brachte uns nach einer Mittagspause in Wittenberg wohlbehalten wieder nach Hause, nach Bamberg.

Alles in Allem gab es keine negativen Zwischen-, oder gar Krankheitsfälle, und wir alle sind jetzt voller Kenntnisse über Backsteingotik mit Marien-, und Nikolaikirchen, und müssen jetzt nur etwas Ordnung und Übersicht in unsere Gehirnwindungen bringen.

Es war eine kompakte, hoch informative und harmonische Reise. EBS


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